W&W-Gruppe mit starkem Jahresauftakt 2025

  • Neugeschäft legt bis Ende Februar 2025 in fast allen Segmenten deutlich zu, teilweise prozentual zweistellig.
  • Deutlicher Anstieg des IFRS-Konzernergebnisses für 2025 erwartet; auch HGB-Ergebnis im Einzelabschluss soll weiter steigen.
  • Geschäftsjahr 2024 wie angekündigt im Zeichen außergewöhnlicher Schadenbelastungen infolge Unwetter im Kerngebiet, explodierender Kosten im Kfz-Gewerbe und schwacher Konjunktur. Sämtliche Belastungen vollständig verarbeitet.
  • Dennoch Jahresgewinn nach IFRS von 36 Millionen Euro; HGB-Ergebnis mit 135 Millionen Euro im sechsten Jahr in Folge verbessert.
  • W&W-Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker: „Die W&W-Gruppe ist trotz aller Belastungen auf einem guten Kurs. Der starke Jahresauftakt gibt uns deutlichen Rückenwind.“
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Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat einen starken Jahresauftakt 2025 verzeichnet. Der Vorsorge-Konzern erreichte in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2025 im Neugeschäft und im Bestand in nahezu allen Bereichen deutliche, teilweise prozentual zweistellige Zuwächse gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der starke Jahresstart untermauert das Ziel, das Konzernergebnis nach IFRS in diesem Jahr deutlich zu erhöhen und auch das HGB-Ergebnis im Einzelabschluss der W&W AG erneut zu steigern. 2024 konnte die W&W-Gruppe trotz erheblicher Schadenbelastungen aus ungewöhnlich zahlreichen und schweren Unwettern insbesondere im Kernversicherungsgebiet mit einem positiven Konzernergebnis von 36 Millionen Euro abschließen (Vorjahr: 141 Millionen Euro). Davon entfielen 31 Millionen Euro auf das Schlussquartal. Sämtliche Belastungen hat die W&W-Gruppe im Geschäftsjahr vollständig bilanziell verarbeitet. Das HGB-Ergebnis der W&W AG wurde sogar leicht auf 135 Millionen Euro gesteigert (2023: 132 Millionen Euro). Dies ermöglicht es dem Unternehmen, der Hauptversammlung am 22. Mai 2025 eine zum Vorjahr konstante Dividende von 65 Eurocent je Aktie vorzuschlagen.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG: „Die ersten Monate des neuen Geschäftsjahres verliefen für uns sehr erfreulich und wir verzeichneten deutlichen Rückenwind. Wohl selten zuvor war ein Jahresauftakt so erfolgreich. Dies freut uns umso mehr, als 2024 eines der schwierigsten Jahre für die deutsche Versicherungswirtschaft war. Dass wir alle Belastungen aus den schweren Unwetterschäden bilanziell bereits vollständig verarbeitet haben und unbelastet ins neue Jahr gestartet sind, zeigt, wie stark und stabil unsere Gruppe mittlerweile geworden ist. Genauso wichtig ist, dass es uns offenbar gelungen ist, den von den Unwettern betroffenen Kunden schnell und unbürokratisch zu helfen – das ist unsere Aufgabe als Versicherer. Der starke Jahresauftakt im Neugeschäft bestärkt uns in unserem grundsätzlichen Optimismus für das Jahr 2025, auch wenn die Rahmenbedingungen schwierig bleiben dürften. Marktanteilsgewinne in unseren ertragreichen Sparten, Produkt- und Beratungsqualität, gepaart mit Innovationskraft und stärkerer Kundenbindung, sowie höhere Kosteneffizienz zusammen mit einer Steigerung der Ertragskraft bleiben die zentralen strategischen Ziele der W&W-Gruppe.“

Sehr guter Jahresauftakt 2025

Das Baufinanzierungsgeschäft setzte seinen Wachstumskurs im laufenden Jahr fort: In den ersten zwei Monaten 2025 ergab sich im Neugeschäft ein Anstieg der Annahmen um 22,6 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Im Bauspargeschäft lag der Bestand Ende Februar um 3,6 Prozent über dem Wert am gleichen Stichtag 2024.

Die Württembergische Lebensversicherung steigerte im Januar und Februar den laufenden Neubeitrag im Periodenvergleich um 12,6 Prozent, auch die Krankenversicherung legte weiter um 6,1 Prozent zu. Bei den Schaden- und Unfallversicherungen ergab sich in den ersten beiden Monaten 2025 ein weiterhin ertragreiches Wachstum im Neu- und Ersatzgeschäft von 8,3 Prozent.

Adam Riese konnte sein Neugeschäft in den ersten beiden Monaten um 13,8 Prozent steigern.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2025

Die W&W-Gruppe blickt mit Optimismus auf das Jahr 2025. Das sehr starke Neugeschäft in den ersten zwei Monaten sowie die stabile Substanz und die hohe Resilienz, die die Gruppe auszeichnen, sind die Grundlagen, um neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen, Bestandskunden noch umfassender zu betreuen und die Marktposition der W&W-Gruppe weiter auszubauen. Unter der Voraussetzung, dass es zu keinen erneuten außerordentlichen Schadenereignissen und zu keinen größeren Verwerfungen an den Kapital- und Finanzmärkten kommt, rechnet der Vorsorge-Konzern für 2025 mit einem deutlich verbesserten Konzernjahresüberschuss nach IFRS. Im Einzelabschluss nach HGB planen wir bei einem verbesserten Schadenverlauf einen Jahresüberschuss leicht über Vorjahr.

Entwicklung der Geschäftsfelder im Jahr 2024

Geschäftsfeld Wohnen

Im Geschäftsfeld Wohnen entwickelte sich das Kreditneugeschäft (einschließlich Vermittlungen an Partnerbanken) erfreulich und verzeichnete gegenüber 2023 ein Wachstum um 19,7 Prozent auf 4,69 Milliarden Euro. Damit festigte Wüstenrot seine in den Vorjahren deutlich ausgebaute Marktposition.

Die Wüstenrot Bausparkasse, Nummer zwei der privaten Bausparkassen, verzeichnete 2024 nach dem Rekordneugeschäft im Vorjahr ein Brutto-Neugeschäft von 10,99 Milliarden Euro (-37,6 Prozent), das die wiederholten Senkungen der Leitzinsen durch die EZB reflektiert. Der Bestand der Bauspardarlehen lag Ende 2024 mit 28,4 Milliarden Euro um 6,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

Geschäftsfeld Versichern

In der Schaden- und Unfallversicherung der Württembergischen Versicherung konnte auch im Jahr 2024 erneut ein erfreuliches Wachstum im Neu- und Ersatzgeschäft von 436 Millionen Euro erzielt werden.

Der Bestand wurde damit zum Vorjahr um 7,1 Prozent ausgebaut. Dazu beigetragen haben die Segmente Kraftfahrt (+ 8,2 Prozent), Privatkunden (+3,9 Prozent) und Firmenkunden (+8,3 Prozent).

Die Württembergische Krankenversicherung blieb 2024 auf Wachstumskurs und steigerte den Jahresneubeitrag um 14,9 Prozent, vor allem dank einer dynamischen Nachfrage in der betrieblichen Krankenversicherung. In der Lebensversicherung nahm die Beitragssumme des Neugeschäfts um 6,5 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro ab.

Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker: „Leider erleben wir im Kfz-Gewerbe nach wie vor eine sehr ungesunde Entwicklung, die sich voll zum Nachteil der Versicherten entwickelt. Die Kostensteigerungen, die von Werkstätten für Karosserieschäden und Ersatzteile aufgerufen werden, sind schon lange nicht mehr mit der allgemeinen Preisentwicklung erklärbar. Es ist zu vermuten, dass damit strukturelle Veränderungen beim Verkauf von Fahrzeugen ausgeglichen werden sollen. In der Spitze liegen die Stundensätze mittlerweile bei deutlich mehr als 200 Euro, was bei einem 8-Stunden-Tag zu Kosten von bis zu 1.800 Euro nur für den reinen Arbeitslohn führt. Die W&W-Gruppe wird dieser Entwicklung – auch im Sinne des Versichertenkollektivs – entgegensteuern. Dem diente im vergangenen Jahr auch unsere Beteiligung an dem Kfz-Schadensteuerer riparo GmbH, der bundesweit die Reparatur von Unfallfahrzeugen koordiniert.“

Kornwestheim, 28. März 2025

Über die W&W-Gruppe

1999 aus dem Zusammenschluss der beiden Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, entwickelt und vermittelt die W&W-Gruppe heute die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Sie verbindet die Geschäftsfelder Wohnen und Versichern mit den digitalen Initiativen und Marken des Konzerns wie Adam Riese und bietet auf diese Weise Kundinnen und Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihnen passt. Dabei setzt die W&W-Gruppe auf den Omnikanalvertrieb, der von eigenen Außendiensten über Kooperations- und Partnervertriebe sowie Makleraktivitäten bis hin zu digitalen Initiativen reicht. Für den börsennotierten Konzern mit Sitz in Kornwestheim arbeiten derzeit rund 13.000 Menschen im Innen- und Außendienst.